FC St. Pauli vs. Hertha BSC Berlin 2:3

Hertha stand im Vorfeld der heutigen Partie bereits als Aufsteiger und damit Rückkehrer in die 1. Bundesliga fest. Nicht wenige Menschen in meinem Umfeld hegten die Hoffnung, dass die Spieler des Berliner Sportclubs noch mit einem ordentlichen Kater vom Feiern bei uns antreten und uns so die zum Klassenerhalt notwendigen drei Punkte in Hamburg lassen würden. Ich hatte da eine andere Vermutung. Hertha konnte entspannt aufspielen, knapp 3000 Fans aus der Hauptstadt (warum auch immer?!) begleiteten die angeblich noch im Delirium dahin gammelnden Hertha-Profis.
Scheinbar waren die Spieler in den nicht wirklich ästhetischen braunen Traumtrikots noch viel tiefer im Delirium. Bezüglich Traumtrikot: Ihr kennt meinen Standpunkt, ich bin Ästhet.
Hertha spielte tatsächlich entspannt, locker, aber eben auch mit der nötigen Kontrolle und einer überragenden taktischen Disziplin. Damit kamen die Spieler des FC St. Pauli augenscheinlich überhaupt nicht zurecht und waren komplett überfordert und verunsichert. Ich schwelgte schon in Erinnerungen an eine der letzten ziemlich grottigen Saisons in der zweiten Liga, aber das was ich heute zu sehen bekam, war teilweise noch schwächer. Kein Ball kommt an, falls doch, nur durch Zufall und wird aber nach höchstens zwei Kontakten wieder hergegeben. So geht man also mit einem 0:1 Rückstand in die Halbzeitpause.
Nach der Pause war Attacke angesagt. Auch wenn sich unsere Spieler bemühten, so richtig Blut geleckt hatte niemand der Sportmaschinen. Dann irgendwie war das nicht-so-richtig-Blut-geleckt-haben aber auch doch wieder genug und so gingen wir mit 2:1 in Führung. Und das fünf Minuten vor Schluss. Eigentlich locker runterzuspielen, aber die Mannschaft aus Berlin hatte was dagegen und drehte das Gegurke noch zu einem 2:3 aus Braun-Weißer Sicht.
Nach dem Spiel traf ich ausschließlich fassungslose und traurige Menschen. Die Sonne schien auch über uns zu lachen, großartiges Frühlingswetter, und am AFM-Container lief gute Musik sowie Bier. Ich schloss mich noch kurz der Demo für den Erhalt der Essohäuser an, um quatschender Weise durch die engen Straßen des Viertels zu schlurfen. Insemiddeloftheviddel machte ich dann los Richtung S-Bahn und HamburgSüd.
Mehr Hass. Sonst Liga 3.

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1 Antwort auf „FC St. Pauli vs. Hertha BSC Berlin 2:3“


  1. 1 Unangenehmer Besuch » Magischer FC Pingback am 29. April 2013 um 18:48 Uhr
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