1. FC Kaiserslautern vs. FC St. Pauli 4:1

Endlich habe ich es geschafft. Endlich gibt es mal wieder einen Bericht und ich war in Kaiserslautern. Bis zum Vorabend blieb es ungemein spannend, ob ich wirklich fahren kann. Mein Körper war der Meinung, er müsste krank werden und so bedurfte es einer Menge Ekeltee, um die Viren, oder was da so rumkreuchte, in die Knie zu zwingen.
Per ICE ging es frühmorgens in die Pfalz. Gemütlich, nette Leute um mich und meine Mitreisenden herum. Das einzig Seltsame an ICE-Fahrten zu Auswärtsspielen ist die Orientierungslosigkeit. Im Gegensatz zu Regionalbahntouren wusste ich nie, wo wir uns befanden. Man ballert mit 220 km/h durch dieses skurrile Land und ist innerhalb von 4,5 Stunden in Mannheim.
Vom Bahnhof aus nahmen wir den Weg auf den Betzenberg per pedes auf uns. Schlechte Idee. Es geht wirklich sportlich steil bergauf, das Schlimmste waren allerdings die letzten Treppen zum Gästeblock. Gefühlte 765 Stufen, dazu Raucherlunge und Schlafmangel. Sportiv sieht anders aus.
Im Stadion dann der nächste Aufreger. Bezahlkarte, 60 Cent zuwenig für eine Bratwurst. „Kann ich auch bar nachzahlen?“–“Ja, wenn Sie Ihre Karte erneut aufladen.“ Himmel, Arsch und Zwirn, 60 Cent!!! Dann eben nur Bier. Was für ein Ärger.
Das Spiel? Fand ich von unserer Seite gut, leider war die Innenverteidigung nicht sonderlich wach und an Tschauners Verantwortlichkeit für drei der vier Gegentore scheiden sich auch die Kritiken. Gefreut hat mich, dass Jan-Philipp Kalla nun seit zwei oder drei Spielen seine Sache als einer von zwei Sechsern auf dem Feld wirklich gut spielt. Dass er dann auch noch trifft, hat mich nochmal doppelt gefreut und ich sah meine oft positive Sichtweise der einzigen Schnecke in Fußballschuhen bestätigt.
Das Stadion an sich finde ich recht sympathisch, steile Tribünen, enge Bauweise. Was mich jedoch negativ überraschte, war der Stehplatzbereich und die dort beheimateten Fans der Heimmannschaft. Ziemlich leise, nur bei den Toren konnte ich die Westkurve (?) vernehmen. Und dann noch das beknackte Taschentuchgewedel. Naja, aus unserem Block durften sich die Fans vom 1.FCK dann ein gediegenes „You only sing when you‘re winning“ anhören. Vollkommen zurecht, und scheinbar muss es angekommen sein, so leise wie der Heimblock war.
Die Rückfahrt brachte zwei neue Spitznamen hervor, Waschbecken-Torsten und Mittelfinger-Murat. Über alle weiteren Geschehnisse der Rückfahrt hülle ich den Mantel des Schweigens. Oder die Kutte des Schweigens?
Bleibt dran, wir knacken hier bald die 10.000 Klicks. Find‘ ich gut.

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3 Antworten auf „1. FC Kaiserslautern vs. FC St. Pauli 4:1“


  1. 1 Harry 04. November 2013 um 18:57 Uhr

    Ganz ehrlich hat man den Gästeblock wenig bis gar nicht gehört. Das ist nunmal der miesen Akustik (durch das schräge Dach) geschuldet. Dadurch wird ein Großteil des Schalls wieder zurück geworfen.

  2. 2 Administrator 04. November 2013 um 19:02 Uhr

    Moin,
    mein Zetern zielte auch darauf ab, dass oftmals von der höllischen Stimmung auf dem Betzenberg gesprochen wird, aber der Stehplatzbereich es mit den übergelagerten Sitzplätzen, die ja scheinbar auch von supportfreudigen Fans besetzt sind, es nicht schafft, diesen Mythos aufrecht zu erhalten. Fußballhölle hört sich für mich anders an.

  1. 1 13.Spieltag (A) – 1.FC Kaiserslautern (+ Verein am Wochenende, 44/2013) | Übersteiger-Blog Pingback am 05. November 2013 um 20:32 Uhr
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