FC St. Pauli Handball 1. Herren vs. Dithmarschen LH 23:24

Eine Premiere verdient besondere Dramaturgie. Natürlich besuchte ich nicht zum ersten Mal ein Handballspiel des FC Sankt Pauli. Mit Premiere ist dieser Beitrag über ein Handballspiel gemeint.
Wer ein vor Regelkenntnis und taktischem Verständnis strotzendes Machwerk erwartet, ist hier falsch und möge bitte die Seite verlassen. Ich versuche die Geschehnisse vom Hallenboden trotzdem möglichst lückenlos wiederzugeben. Haha.

Anreise.
Schwierig, weil sich die Hochbahn zu Hamburg mal wieder selbst Bahnen von den Schienen nahm und unbedingt am Wochenende Bauarbeiten durchführen muss. So brauchte ich fast eine Stunde, um in die Halle zu gelangen.

Vorspiel.
Bier und Cola, ein Freund würde einfach nur Elektrolyte sagen. Ich gönnte mir noch eine Zigarette, um dann auf den angestammten Platz zu eilen. Siehe da, unendlich viel Platz, da der übrige Pöbel mit den zweiten Damen wettkampftechnisch unterwegs war. Erschrocken musste ich feststellen, dass sich aus Dithmarschen eine Meute von übermäßig alkoholisierten Menschen in der Halle platzierte, die allesamt in den einfallslosesten Kostümen aufgelaufen waren. Vom Sträfling bis zum Notarzt alles dabei…Alaaf.

Spiel.
In der ersten Halbzeit führten wir teilweise mit fünf, sechs Toren, was mich allerdings noch nicht hoffen ließ. Eines der ersten Dinge, die man in diesem Verein spartenübergreifend mit dem ersten im Jolly Roger getrunkenen Bier aufsaugt, ist, dass man erst nach Abpfiff gewonnen hat. Soweit, so schlecht. Schnelle Spielzüge und eine frische Abwehrreihe machten also die hohe Führung möglich, während die Dithmarscher Spieler nicht wirklich Betriebstemperatur erreichten. Na gut, warten wir mal auf die zweite Halbzeit.
In der zweiten Halbzeit gelang es uns trotz schneller Vorstöße und gelungenen, teils weiten Pässen nicht, die Führung auszubauen. Oftmals scheiterten wir am starken Dithmarscher Torwart. Scheinbar hatte er sich in der Halbzeitpause Körpermasse einverleibt. Ein ums andere Mal wurde der Torwart getroffen, nachdem wir eigentlich großartig vor dem Tor der Dithmarscher auftauchten. Dazu gesellte sich eine nun treffsichere Mannschaft aus Dithmarschen. Zum Ende wurde es spannend, wie im Elfmeterschießen beim Fußball. In den letzten zwei Sekunden hatten wir die Chance zum Ausgleich, scheiterten jedoch am Dithmarscher Torwart. Dramatik, Ärger, Unterstützung.

Schluss.
Unsere Handballmannschaft wurde mit aufmunterndem Applaus verabschiedet, so ging ich also doch recht zufrieden aus der Halle ins Jolly Roger.
Ein Satz noch zu dem Partymob aus Dithmarschen: Wer Ärger sucht, muss sich nicht wundern, wenn man jemanden findet, der auf Provokationen einsteigt.

Das Schlusswort hätte gern schöner ausfallen können. Eigentlich.
Soviel dazu, mehr nicht.
Handballsachverstand.

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1 Antwort auf „FC St. Pauli Handball 1. Herren vs. Dithmarschen LH 23:24“


  1. 1 nur noch 5! | Blutgrätsche Deluxe Pingback am 04. Februar 2014 um 8:25 Uhr
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